In diesem Bereich finden Sie aktuelle Forschungsergebnisse aus dem VALISE-Forschungsprojekt sowie praxisnahe Impulse für Schule und Unterricht. Ein kurzes Erklärvideo führt in das Thema „Was sind Werte?“ ein und bietet einen anschaulichen Einstieg. Um tiefer ins Thema einzutauschen stehen Ihnen praxisnahe Forschungsergebnisse und Poster (zum Download) zur Verfügung. Entdecken Sie, wie wissenschaftliche Erkenntnisse dazu beitragen, eine werteorientierte Schulkultur zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Lehrplan21 Logo

Wertebildung ist ein zentraler Bestandteil der schulischen Bildung und im Lehrplan 21 sowie in den EDK-Kompetenzen fest verankert. Die Entwicklung und Vermittlung von Werten erfolgt dabei sowohl überfachlich als auch in einzelnen Fachbereichen.

Lehrplan 21: Kompetenzen zur Wertebildung

Der Lehrplan 21 bildet Werte explizit in seinen Kompetenzbeschreibungen und wertbezogenen Bildungszielen ab. Besonders relevant sind:

Überfachliche Kompetenzen

  • Personale Kompetenzen: Selbstwahrnehmung, Selbstständigkeit, Reflexionsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein (vgl. Lehrplan 21, Überfachliche Kompetenzen).
  • Soziale Kompetenzen: Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und respektvoller Umgang mit anderen (ebd.).

"Die Förderung der überfachlichen Kompetenzen (personale, soziale und methodische) hat einen festen und wichtigen Platz in der täglichen Unterrichtsarbeit.“ (Lehrplan 21, Lern- und Unterrichtsverständnis)

Fachbereich "Natur, Mensch, Gesellschaft" (NMG)

Im Bereich NMG werden Werte besonders thematisiert, beispielsweise im Kompetenzbereich NMG.11.3:

  • "Die Schülerinnen und Schüler können Werte und Normen wahrnehmen, reflektieren und vertreten."
  • Themen wie Zusammenleben, Gerechtigkeit, Fairness, Verschiedenheit und unterschiedliche Lebensformen stehen im Zentrum.

Entwicklungsorientierte Zugänge (1. Zyklus)

Im 1. Zyklus (Kindergarten bis 2. Klasse) ist das Lernen stark an der Entwicklung der Kinder orientiert. Besonders wichtig für die Wertebildung sind die Zugänge:

  • Eigenständigkeit und soziales Handeln
  • Sprache und Kommunikation

Mehr dazu: Poster & Forschungsergebnisse 

EDK Logo

Die EDK (Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren) formuliert grundlegende Bildungsziele, die auf Wertebildung abzielen:

  • Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten

  • Erwerb sozialer Kompetenzen

  • Verantwortungsvolles Handeln gegenüber Mitmenschen und Umwelt

  • Förderung von Chancengleichheit, Gleichstellung, Respekt, sozialer Gerechtigkeit und Demokratie

  • Ablehnung von Diskriminierung und konstruktiver Umgang mit Vielfalt

"Sie geht von christlichen, humanistischen und demokratischen Wertvorstellungen aus... Sie fördert den gegenseitigen Respekt im Zusammenleben mit anderen Menschen, insbesondere bezüglich Kulturen, Religionen und Lebensformen." (EDK, Bildungsziele)

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